Jede Wahrheit braucht einen Mutigen der sie ausspricht.

 

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Zynisches Entsetzen über Anschläge in Indien

"Oh mein Gott ist das schrecklich", so oder ähnlich schallt es einem seit Tagen entgegen sobald man das Thema auch nur versucht objektiv anzusprechen. Viel entgegensetzen kann man dieser Tatsache wohl kaum.

 

Wie groß dieses tiefgehende Entsetzen ist, merken wir spätestens in 3 Tagen, wenn die neuste Sexeskapade von Pussy Hilton und ihren weniger Prominenten Kolleginnen wieder Gesprächsthema Nr.1 ist. Dass die Anschläge, die sich jetzt so weit weg von uns ereignet haben, in dieser Form für Europa längst überfällig sind, scheint den meisten garnicht in den Sinn zu kommen. Seit Madrid (was wohl 75% der Deutschen wieder verdrängt haben) hat sich in Europa nichts großes getan. Dass wir Europäer, dank unseres Engagement in Afghanistan und im Irak, an zweiter Stelle hinter den USA kommen beunruhigt so direkt scheinbar niemanden. Aber spätestens wenn wir Deutschen nach dem ersten direkten Anschlag auf deutschem Boden zurück in der Realität sind, in der globaler Terror jederzeit möglich ist, werden wir uns für einen Weg entscheiden müssen.

 

 

Obwohl die Hintergründe der Anschläge in Bombay noch unbekannt sind, scheint offensichtlich, dass die Terroristen gezielt auf der Suche nach Westeuropäern die Hotels durchsucht haben. Auch Deutsche sollen umgekommen sein, aber das trifft uns ungefähr sosehr, wie ein Flugzeugabsturz bei dem Deutsche umkommen. "Pech halt". Zynisch ist dabei vorallem, dass unsere Regierung mit ihrer Entscheidung sich an dem Programm "Enduring Freedom" zu beteiligen uns Deutsche in das Fadenkreuz von Terrorismus gebracht haben. Dass Soldaten vor Ort in Gefahr sind, ist wohl logisch, wie naiv die deutsche Bevölkerung darauf reagiert, dass deutsche Soldaten umkommen, scheint fast lächerlich. Die ENtsendung von deutschen Soldaten wäre kaum notwendig, bei einer sicheren Situation in Afghanistan. Dass wir selbst mit unserem Leben in Gefahr sind, halten die wenigsten für möglich und wenn doch, dann für so unwahrscheinlich bei einem Anschlag zu sterben, dass es sich wohl kaum lohnen würde darüber Gedanken zu machen oder gar etwas zu unternehmen.

 

Also bitte heucheln Sie doch bitte Ihr Entsetzen und Mitgefühl bei den Problemen der Nachbarn, da können sie wirklich etwas dran ändern.

29.11.08 11:59
 


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